Tag der deutschen Einheit 2009 - Presseinfo
Aktionen zum Tag der deutschen Einheit in Saarbrücken.
Freitag 2. und Samstag 3.Oktober 2009
Saarland-Zelt
Der Tag der Deutschen Einheit wird 2009 in Saarbrücken unter dem Motto "Europa leben - Großregion" als Bürgerfest gefeiert. Das Kulturnetzwerk Regiofactum beteiligt sich im Auftrag des Vereins Kulturraum Großregion, des Kultusministeriums und der Staatskanzlei an der Inwertsetzung / Valorisation der Großregion als facettenreicher Kulturraum in der Mitte Europas unter anderem mit dem Buchplakat "Die Großregion entfaltet sich/La Grande Région s‘affiche". Im Saarland-Zelt (Bahnhofstraße) geben außerdem die Foto-Karte und die Bilderschau "Europa leben - Saarland und Großregion“ Impressionen aus der Großregion wieder. Eine im Rahmen des Projekts „Couleur Blau“ von Liquid Penguin als Pass gestaltete Postkarte gibt Zugang zum Kulturraum.
Regionalverband Eurodistrict SaarMoselle
Regiofactum wirkt außerdem an der Präsentation des Vereins SaarMoselle Avenir (Eurodistrict SaarMoselle) mit. Zu sehen gibt es hier eine für das Bürgerfest überarbeitete Version des Fotofilms "Wir sind SaarMoselle/Nous sommes SarreMoselle", sowie die erste SaarMoselle-(Quiz)Postkarte, T-Shirts, Buttons und Fotos aus der Region SaarMoselle, zu sehen vor dem Finanzamt, Saarbrücken (Alte Brücke, St.Johanner Seite).
Idee, Konzept, Texte, Koordination Dr. Eva Mendgen, Fotografie Kai Loges + Andreas Langen, Design Thomas Ultes und Felix Stumpf.
UN GRAND MERCI an alle MitarbeiterInnen, die Macher und an alle anderen Menschen, die unsere Arbeit unterstützt und möglich gemacht haben!
Kontakt + Fotos: Dr. Eva Mendgen, info@regiofactum.com / Saarland-Zelt.
Route du Feu
Das Projekt einer „Route du Feu“ als „Straße der Industriekultur“ in der deutsch-französisch-belgisch-luxemburgischen Großregion/Grande Région ist momentan mit verschiedenen Standorten / Partnern in Planung. Eine erste große Ausstellung im Rahmen dieses Projektes wird in den Musées de Sarreguemines und weiteren Partnerinstitutionen innerhalb und außerhalb der Großregion in die Thematik einführen.
In wohl keiner zweiten Grenzregion der Europäischen Gemeinschaft wurden die Staatsgrenzen zwischen Nachbarländern bis in die jüngste Vergangenheit so häufig verlagert, wie in den Grenzgebieten der heutigen „Großregion/Grande Région“. Für die hier ansässigen Unternehmen bedeutete dies unter anderem das häufige Wegbrechen der nächstgelegenen Arbeitsmärkte. Die Grundlagenforschung hat gezeigt, dass sich trotzdem gerade hier vermehrt seit dem 18. Jahrhundert viele wichtige Industrien dauerhaft angesiedelt haben. Vor und neben der Schwerindustrie spielen vor allem die dekorativen Künste mit der Produktion und Verfeinerung von Glas und Kristall, Keramik und Porzellan eine wichtige Rolle.
Diese Tatsache lässt sich nur bedingt auf die vor Ort vorhandenen Rohstoffe zurückführen. Ohne die zahlreichen Produktinnovationen, das gezielte, auf eine internationale Klientel angelegte Marketing, eine grenzübergreifende (Unternehmens)Politik und qualifizierte Arbeitskräfte wäre das Überleben dieser Wirtschaftszweige über Jahrhunderte hinweg nicht möglich gewesen. Berühmte Identifikationsfiguren sind in diesem Kontext der Künstlerunternehmer Émile Gallé und der Politiker Robert Schuman. Sie haben vorgelebt, wie sich künstlerische, politische und wirtschaftliche Visionen zum Wohl der Bürger umsetzen lassen.
Bereichert um den Aspekt der europäischen Geschichte wird der Begriff Industriekultur zum Alleinstellungsmerkmal der Großregion. Hier leben jahrhundertealte Traditionen heute noch weiter. Sie tragen zur Qualität und Unterscheidbarkeit des Standorts als ein europäisches „Reich der Mitte“ bei.




